Aktuelles / Freiw. Feuerwehr

04.01.2018:  Freiwillige Feuerwehr zieht Bilanz für 2017

(th)Traditionell zum ersten Donnerstag des neuen Jahres konnte Ortsbrandmeister Frank Katt fast 40 Aktive, Ehrenmitglieder und Gäste zur Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Zum Huvenhoop“ begrüßen.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Katt an das Einsatz- und Übungsgeschehen und die vielen weiteren Aktivitäten der Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr. Vier Mal mussten die Brandschützer ausrücken und von  der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfall, der Beseitigung von Sturmschäden, der Brandbekämpfung und dem Abstreuen einer Ölspur das gesamte Können einer Feuerwehr aufzuzeigen. Für einen fünften Einsatz im Rahmen einer Unwetterwarnung wurde die Ortswehr in Bereitschaft versetzt, musste aber nicht eingreifen. Großen Raum nahmen auch die monatlichen Ausbildungsdienste für alle Aktiven, ein Erste Hilfe-Lehrgang und die zusätzlichen Trainingseinheiten für die Atemschutzgeräteträger ein. Hier war der Besuch der Übungsanlage in Schneeheide mit einer realistischen Übung unter „heißen Bedingungen“ ein Höhepunkt, wie Atemschutzgerätewart André Borstelmann berichten konnte. Selbstverständlich zeigte die Ortsfeuerwehr auch bei anderen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft Präsenz. Wie in den vergangenen Jahren übernahm die Ortsfeuerwehr die Verkehrssicherung des Laternenumzugs und stellte die Ehrenwache am Volkstrauertag. Erstmals übernahm die Ortsfeuerwehr nicht nur die Absicherung des Laternelaufens sondern auch die anschließende Verpflegung des Nachwuchses und der hungrigen Eltern.

Selbstverständlich kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz: Eine Torfkahnfahrt mit Grillabend sowie die Teilnahme am Vergleichsschießen, Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Turnier und am Dorffest förderten die Kameradschaft außerhalb des regulären Dienstes.

Sehr zufrieden war der Ortsbrandmeister mit der Leistung der Wettkampfgruppen bei den Gemeindewettkämpfen und den Wettbewerben nach den alten Bestimmungen. Ein großer Dank ging daher an die Gruppenführer und die Mannschaften.

Auch aus dem Bereich „Beschaffung“ konnte Positives vermeldet werden: Bereits in Empfang nehmen konnten die Einsatzkräfte 20 neue Einsatzjacken in modernem Schwarz-Blau mit markant gelben Reflexstreifen. Die alten ungeliebten und ungefütterten orangen Exemplare gehören damit größtenteils der Vergangenheit an. Zur Problematik, dass auf 38 Aktive nur 20 Jacken kommen, konnte der Ortsbrandmeister berichten, dass hier untereinander eine erste Lösung gefunden wurde und man in den Folgejahren noch auf zusätzliche Jacken hoffe. Noch auf sich warten lässt dagegen das neue Einsatzfahrzeug. Dieses wurde bereits ausgeschrieben. Noch im Januar sollen die Hersteller mögliche Muster für Fahrgestell und Aufbau vorstellen. Mit viel Glück könnte dann noch in 2018 die Auslieferung erfolgen.

In den anschließenden Wahlen wurden der stellvertretende Gerätewart Klaus Schomaker und Kassen- und Schriftwart Thorsten Klabunde in ihren Ämtern bestätigt. Als Kassenprüfer löst Hans-Hermann Hilken Joost Böttjer ab.

Unter dem Tagesordnungspunkt Beförderungen und Ehrungen erhielten Friederike Meyer und Marcel Schütt den ersten Stern als Oberfeuerwehrfrau und Oberfeuerwehrmann. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Marco Buchholz befördert. Für ihre überdurchschnittlichen Dienstteilnahmen wurden Christoph und Sebastian Meyer als „Feuerwehrmänner des Jahres“ ausgezeichnet und erhielten einen Gutschein. Für 25 Jahre aktive Einsatzleistung wurde Karsten Bunger geehrt. Für die 40-jährige Mitgliedschaft konnte Werner Meyer ausgezeichnet werden, Heinz Röpke sogar für 50 Jahre. Die Ehrung für Hans-Ludwig Buchholz für 40 Jahre Einsatzdienst wird nachgeholt. Mit erreichter Altersgrenze wurde Hans-Hermann Hilken mit Dank für sein langjähriges Engagement aus dem aktiven Dienst verabschiedet und in die Altersabteilung aufgenommen.

In ihren abschließenden Grußworten dankten Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann, Gemeindebrandmeister Ingo Kück, der stellvertretende Bürgermeister Volker Kullik und die Augustendorfer Ortsvorsteherin Corinna Viebrock den Aktiven für ihren Dienst an der Gemeinschaft und die aktive Rolle im Dorfleben und wünschten den Einsatzkräften erfolgreiche und sichere Einsätze.


15.04.2017:  Osterfeuer der Feuerwehr wärmte von innen und außen

(fm) Traditionell richtet die Freiw. Feuerwehr Augustendorf am Ostersamstag auf "Meyers Wiese" ein Osterfeuer aus. Ein großer Haufen trockenes Buschwerk war in den letzten Wochen zusammengefahren worden, das nach dem Anzünden gegen 19 Uhr wie Zunder brannte. Das Feuerwehrkommando hatte auch in diesem Jahr keine Mühen gescheut, um den alten Osterbrauch zu einem Erlebnis zu machen.

Während es für die älteren Besucher "Altbewährtes" für den großen Durst und dem knurrenden Magen gab – nämlich Bier, Kümmerling, Feige und Bratwurst – hatten sich die Blauröcke für die Kinder etwas Besonderes ausgedacht. Schon rechtzeitig traf sich "Jung-Augustendorf" beim Feuerwehrgrätehaus, um mit vielen Fackeln zum Feuer zu marschieren. Dort konnten sich die Kinder in einem Mini-Feuer leckeres Stockbrot garbacken. Außerdem gab es noch eine weitere Osterüberraschung. Als das Feuer schon weit heruntergebrannt war, konnten endlich auch die ersten rußgeschwärzten Stöcke aus den Haufen herausgezogen werden. Die Kinder hatten viel Spaß daran, mit geschwärzten Händen Papa oder Mama das Gesicht zu "streicheln". Es gab kaum jemand, der mit einem weißen Gesicht nach Hause gehen konnte.

Trotz des kalten Abend brauchte niemand zu frieren. Durch Planen vor dem Wind geschützt, wärmte die Glut des Osterfeuers die Besucher von außen. Und innerlich sorgte "Hochprozentiges" für einen warmen Bauch. Schade nur, das die Generation 60+ nur spärlich vertreten war. Die Kameradschaftskasse der Feuerwehr konnte sich dennoch freuen, es wurde gut verzehrt. Impressionen vom Osterfeuer gibt es bei den Bildern der Feuerwehr zu sehen.


28.08. 2016:  Ortsfeuerwehr weiht Gerätehausanbau ein - "Endlich ist es fertig"

(Thorsten Klabunde) Der Stein, der Augustendorfs Ortsbrandmeister Frank Katt am Freitag bei seiner Eröffnungsrede vom Herzen fiel, war deutlich zu hören. Nach zwei Jahren Bauzeit konnte die Ortsfeuerwehr Augustendorf ihren Gerätehausanbau einweihen und hatte alle Beteiligten als Dank für Mitarbeit und Geduld zu einer Einweihungsfeier eingeladen. Rund 110 Gäste, unter Ihnen Bürgermeister Axel Renken, Ortsvorsteher Roland Caillé, Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann, Gemeindebrandmeister Ingo Kück, aber auch Vertreter der übrigen Ortsfeuerwehren, der ansässigen Vereine und der am Bau beteiligten Firmen nahmen die Einladung gerne an und feierten bei bestem Wetter und mit den Augustendorfer Brandschützern die Einweihung und besichtigten die neuen Räumlichkeiten. Für den musikalischen Rahmen sorgte dabei der Feuerwehr-Spielmannszug.

Frank Katt skizzierte in seiner Rede den Werdegang des Baues: Zunächst mussten die Vorstellungen der Ortsfeuerwehr, der Gemeinde und die finanziellen Möglichkeiten auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Danach ging es rund: An den Wochenenden und Abenden arbeiteten die Aktiven sich in insgesamt 1.300 Arbeitsstunden von Stein zu Stein, von Wand zu Wand voran. Parallel zum Baufortschritt musste das ambitionierte Budget zwei Mal angepasst werden – „obwohl wir schon eine Küche aus zweiter Hand und gebrauchte Fenster, Türen und Toilettenbecken eingebaut haben!“ wie der Ortsbrandmeister betonte. Gemeinsam mit der Gemeinde konnte hier aber immer eine Lösung gefunden werden. Insgesamt wurden am Ende für 33.000 Euro Material von den Aktiven in Eigenleistung verbaut. Neben dem großen Dank an alle Helferinnen und Helfer war Frank Katt auch die Unterstützung durch die beteiligten Firmen eine besondere Erwähnung wert: Neben dem Augustendorfer Baugeschäft Thobaben, dem Tiefbauunternehmen „rb-Bau & Partner“ und der Zimmerei Katt waren auch Landtechnik Witten und das Malereigeschäft Olaf Grafelmann durch ihr Knowhow und die Bereitstellung von Geräten eine große Hilfe bei der Fertigstellung.

Mit dem rund 50 Quadratmeter großen Anbau steht der Ortsfeuerwehr nun ein heller und geräumiger Gruppenraum mit integrierter Küche zur Verfügung. Die Einsatzkleidung der Aktiven konnte so in den alten Gruppenraum wandern. Der weitere freigewordene Platz wird nun für ein zusätzliches Damen-WC und einen Extraraum für die Atemschutzwäsche und –pflege genutzt.

Dass die Ortsfeuerwehr Augustendorf mit dem Anbau und den neuen Möglichkeiten fit und normgerecht in die Zukunft gehen kann, bekräftigten auch Bürgermeister Axel Renken, Ortsvorsteher Roland Caillé und die Feuerwehr-Führungskräfte in ihren Grußworten und lobten das Engagement der Ortsfeuerwehr. Axel Renken wies dabei besonders darauf hin, dass allein die Eigenleistung der Aktiven einen Wert von 70.000 Euro darstellt.

Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann nutzte zum Abschluss des offiziellen Teils noch die Gelegenheit, um in lockerem Rahmen die Hauptfeuerwehrmänner Johann Schütt und Hans-Wilhelm Bunger für ihre Dienstzeiten in der Ortsfeuerwehr auszuzeichnen. Hauptfeuerwehrmann Heinz-Dieter Hinck wurde von Ortsbrandmeister Frank Katt aufgrund der gesetzlichen Altersgrenze aus dem aktiven Dienst mit großem Dank für die geleisteten Dienste der vergangenen Jahrzehnte in die Altersabteilung, die „dritte Gruppe“, versetzt.

Alle Geehrten, Ehrengäste und die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr ließen den Tag gemütlich bei einem rustikalen Grillbuffet ausklingen.