Aktuelles / Heimatverein

10.06.2018:   Viel Andrang beim Back- und Handwerkertag

Zu Beginn des beliebten Aktionstages des Heimatvereins richteten sich die Blicke der Mitglieder noch sorgenvolle zum Himmel, zumal die Gäste erst mit einiger Verzögerung auf dem Moorhof eintrafen. Doch rechtzeitig zum Beginn des diesjährigen Handwerker- und Backtages auf dem Historischen Moorhof Augustendorf waren alle Regenwolken verschwunden. Vorsitzender Ulrich Hartmann konnte sich über einen großen Zustrom der Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Elbe-Weser-Dreieck freuen.

Der große Andrang am frühen Nachmittag galt nicht nur den Leckereien der Moorhof Bäckerei, wo es selbstgebackenen Butterkuchen und Brote aus dem Steinbackofen gab, sondern auch den Ausstellern historischer Handwerkskunst. Sabine Dücker zeigte, was „Occhi“ ist. Dahinter verbirgt sich eine alte Knüpftechnik, bei der man nicht nur geschickte Finger, sondern auch ein gutes Auge braucht. „Occhio“ heißt schließlich Auge auf Italienisch. Sabine Dückers Mann Martin erinnerte an die harte Zeiten, als noch mit einem Waschbrett für weiße Wäsche gesorgt werden musste. Und Sohn Lars zeigte das Handwerk der Reepschläger und Seiler.

Gefachsimpelt werden konnte auch an den Ständen der anderen Handwerker, die in diesem Jahr zum Erfolg der zweiten großen Veranstaltung des Heimatvereins Gnarrenburg beitrugen, wie dem Schmied Emanuel Paul, der das Schmiedefeuer nicht ausgehen ließ und kunstvolle Hufeisenanhänger schmiedete. Auch der Sägekettenschnitzer Bruno Gerdes fand mit seinen kunstvollen Skulpturen großes Interesse. Familie Ehlers fertigte Spielsachen und Kränze aus Naturmaterialien her. So wie es früher war, als man noch nicht so viel Geld übrig hatte, um Spielsachen im Geschäft zu kaufen.

Der Heimatverein macht auf ein weiteres Großevent aufmerksam: Am 19. August 2018 findet das Nieders. Spinnkreistreffen auf dem Historischen Moorhof statt. An diesem Tag werden ca. 125 Spinnräder auf dem Moorhof erwartet. Die Schirmherrschaft hat der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Stephan Weil, übernommen.


13.05.2018:   Muttertag im Moor – Besucheransturm auf dem Moorhof

Schattige Plätze waren gestern Nachmittag beim Back- und Torfstechertag des Gnarrenburger Heimatvereins auf dem Historischen Moorhof in Augustendorf gefragt. Die Sonne strahlte über dem Rauchhaus und der Duft vom frisch gebackenen Butterkuchen stieg den vielen Besuchern in die Nase. Muttertagsausflügler aus der ganzen Elbe-Weser-Region nutzten die idealen Bedingungen für einen Abstecher nach Augustendorf, wo 1828 der Landesökonomierat und Moorkommissar Johann-Nicolaus Witte die ersten Bauern ansiedelte.

Ulrich Hartmann, Vorsitzender des Heimatvereins Gnarrenburg, und seine ehrenamtlichen Helfer standen Rede und Antwort, um das entbehrungsreiche Leben der ersten Moorsiedler anschaulich zu vermitteln. „Die ersten Siedler wurden nicht alt“, sagte Hartmann. Die Erbauer der Augustendorfer Hofstelle starben bereits, als sie Anfang 40 waren. Den Besuchern zeigte Hartmann die engen Schlafbutzen, in denen die Erwachsenen im Sitzen schliefen, um nicht zu ersticken. Schließlich war das Gebäude immer vom Rauch des Ofens erfüllt, so dass viele Menschen an chronischer Bronchitis litten.

Nach einem Exkurs in die Heimatgeschichte hatten die Besucher des Torfstecher- und Backtages reichlich Gelegenheit, sich bei einem Stück Butterkuchen aus dem historischen Steinbackofen beim Klönschnack zu entspannen oder den Vertretern des Heimatvereins am Spinnrad oder am Webstuhl über die Schulter zu schauen. (BZ)


10.05.2018:   Christi Himmelfahrt – Gottesdienst vor dem Rauchhausgiebel

(fm) Schon zum 23. Male feierten die Kirchengemeinden aus Gnarrenburg, Kuhstedt und Kirchwistedt in Augustendorf ihren Regionsgottesdienst vor der malerischen Kulisse des Giebels vom Rauchhaus des Historischen Moorhofes. Rund 90 Besucher  waren bei herrlichem Frühlingswetter ins Moor geeilt, um sich in der von Pastor Manfred Schmeißer gehaltenen Predigt die Bedeutung dieses Tages erklären zu lassen.

Die Christen feiern "Christi Himmelfahrt" deshalb, weil Jesus sich von seinen Jüngern verabschiedete, und, wie es in der Bibel heißt, von einer Wolke emporgehoben wurde, zu seinem Vater im Himmel fuhr und versprach, wiederzukommen an einem noch unbekannten Tag. In der Zwischenzeit würde der zu Pfingsten ausgegossene Heilige Geist die Verbindung zu den Menschen aufrecht halten. Diese Botschaft sollten die Jünger in die Welt tragen.

Musikalisch untermalt wurde der Gottesdienst "im Grünen" von der Organistin  Birgit Lackner und dem Regions-Posaunenchor, die der Jahreszeit entsprechend die schönsten Frühlingslieder zum Besten gaben. Im Anschluss an den Gottesdienst gab die nun schon obligatorische Gemeindeversammlung, in der Norbert Steffens aus der Arbeit des Kirchenvorstandes berichtete und wo Fragen gestellt werden konnten. Wer wollte, konnte die Küche zu Hause "kalt" lassen, denn "Catering-Team" im Diakon Timo Lütge versorgte die Gäste mit einer leckeren Bratwurst vom Grill und einem kühlen Getränk.


15.03.2018:  Mitgliederversammlung - Besucher strömten zum Moorhof 

(BZ) Dass der Name Gnarrenburgs weit über die Gemeindegrenzen hinaus bei allen Reiselustigen und Touristikern einen guten  Klang hat, liegt nicht zuletzt am rührigen Heimatverein Gnarrenburg  Historischer Moorhof Augustendorf. Das wurde auf der jüngsten Mitgliedersammlung am Donnerstagabend in der Gaststätte „Zum Huvenhoop" deutlich, dessen Vorsitzender Ulrich Hartmann von insgesamt erfreulichen Besucherzahlen berichten konnte. 

Eine wichtige Personalie wurde  im Lauf der Sitzung auch geklärt:  Hartmann bekommt einen neuen  Stellvertreter an seine Seite:  Frank Tietjen wurde einstimmig  zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Er tritt die Nachfolge von  Hinrich Dammann an. Der 77-  jährige Augustendorfer hat sich  große Verdienste um den Heimatverein erworben und wird künftig  dem Verein noch als Beisitzer im  Vorstand zur Verfügung stehen.  Hartmann dankte dem Augustendorfer Urgestein für dessen großes Engagement in den vergangenen Jahren. 

„Entscheidend für die guten Besucherzahlen waren auch die intensive Werbung und unsere Teilnahme an Touristikmessen“, sagte  Ulrich Hartmann in seinem Jahresbericht mit Blick auf die Mes-  sebesuche in Iselersheim, Oldenburg, Tarmstedt und Bremen. „Die Gesamtbesucherzahl hat  sich in 2017 um zwölf Prozent reduziert, liegt aber deutlich über  dem langjährigen Mittelwert! Gut  angenommen wurde von Gruppen die Möglichkeit nach der  Führung mit Kaffee und Butterkuchen bewirtet zu werden“, hieß  es in Hartmanns Bilanz. „Zu unserem Torfstecher- und Backtag  am 14. Mai hatten sich trotz der  Witterung und anderer konkurrierender Termine erfreulicherweise mehr als  850 Besucher eingefunden.“ Der Handwerker- und Backtag  im Juni habe in diesem ]ahr allerdings leider nicht den erwarteten Zuspruch gehabt: „Leider haben uns an diesem Tag nur rund  800 Gäste besucht. Eine Erklärung hierfür haben wir nicht. Wir  müssen hier auch weiter neue  Wege gehen und Attraktionen  bieten, um Besucher zu gewinnen“, betonte Hartmann. Umso  erfreulicher seien die Besucherströme zum „Tag des offenen  Denkmals“ und auch zur „Nacht  der Museen“. „Im Glasmuseum  konnten ebenfalls viele Gäste begrüßt werden. Die anderen Museen der Gemeinde und die Kirchen beteiligten sich leider nicht  an der Veranstaltung“, bedauerte  Hartmann.  „Einen Besucherzuwachs von  zwölf Prozent hatten wir bei den  Erwachsenen. Wir freuen uns  auch über 40 Prozent mehr sonntäglicher Besucher. Außerdem  trauen sich wieder mehr: Es haben 15 Prozent mehr Trauungen  stattgefunden, für das laufenden  Jahr liegen ebenfalls schon einige  Reservierungen vor.“ Mit dem Besuch an den Veranstaltungstagen ist Hartmann dennoch nicht ganz zufrieden. „Insgesamt konnten wir an den Backtagen 2550 Gäste begrüßen, was  einer Minderung gegenüber dem  Vorjahr von 13 Prozent entspricht.“ 

Wie sehr das Thema Moor ausstrahlt, wurde bereits deutlich, als  der Heimatverein für die Dreharbeiten  zum Film „Paula“ als Berater  und Helfer engagiert wurde (BZ  berichtete). Auch für 2018 sollen  im Bereich der Oste und auf dem  Moorhof noch Dreharbeiten für  Femsehfilme erfolgen. „Entsprechende Anfragen der Produktionsfirmen habe ich bereits erhalten. Wir müssen sehen, wie wir  uns dabei mit einbringen können.  In jedem Fall ist für uns ein Werbeeffekt zu erzielen“, hofft Hartmann. 

Vorstandsmitglied Werner  Kunz, der als Architekt ehrenamtlich seit Jahren alle Bauvorhaben am historischen Rauchhaus  auf der idyllischen Hofanlage mit  großem Engagement betreut, ließ  die wichtigsten baulichen Aktivitäten Revue passieren. So waren  allein am denkmalgeschützten  Rauchhaus Reparaturarbeiten mit  einem Gesamtaufwand von rund  5000 Euro. „2000 Euro wurden  durch den Landschaftsverband  Stade gefördert, 1430 Euro von  der Gemeinde, 1500 Euro betrug  der Eigenanteil“, rechnete Kunz  vor. Bei Sturmschäden und  baumpflegerischen Maßnahmen  wurde der Verein ebenfalls von  der Gemeinde unterstützt.

Termine 2018

  1. Mai Himmelfahrtsgottesdienst
  2. Mai Backtag
  3. Juni Handwerker- und Backtag
  4. August Nieders. Spinnertreffen
  5. September Mitgliederfahrt „Goldenstedter Moor“ und Strohmuseum Twistringen
  6. September „Tag des offenen Denkmals" und Backtag
  7. Oktober Museumsnacht

10.09.2017:    Mäßiger Besuch beim "Tag des offenen Denkmals" auf dem Moorhof

(fm)Trotz etlicher Attraktionen wie z. B. das Mitwirken der Jagdhornbläser der Kreisjägerschaft und dem neu errichteten "Moor-Lehrfahrt" konnte an diesem bundesweiten Tag der offenen Museen auf dem Moorhof nur ein durchschnittlicher Besuch verzeichnet werden. Die Organisatoren gehen von ca. 400 Gästen aus, die größtenteils aus der weiteren Region um Gnarrenburg und umzu nach Augustendorf gekommen waren. Das Wetter zeigte sich von seiner besseren Seite und auch am Beiprogramm kann es nicht gelegen haben, das der Besuch etwas geringer ausfiel als in früheren Jahren.

Die erschienen Gäste brauchten ihr Kommen jedoch nicht zu bereuen und bewiesen bei Kaffee und Butterkuchen aus dem Steinbackofen ausgesprochen viel Sitzfleisch. Wer wollte, konnte sich über das beschwerliche Leben der ersten Moorbauerngeneration von den fachkundigen Mitgliedern des Heimatvereins erzählen lassen. Warme, selbstgestrickte Socken konnte man bei Karin Nehring auf der Lehmdiele des Rauchhauses erstehen. Hans-Hermann Kahrs hielt wieder geschnitzte Skulpturen aus Torf feil und Annette Still aus Glinstedt war mit ihrem Stand mit Bio-Gemüse dabei. Die frischgeräucherten Forellen von Peter Blum waren eine besondere Delikatesse. Zwischendurch erklangen schmissigen Melodien von den Jagdhornbläsern der Kreisjägerschaft. Etliche Besucher informierten sich auf dem im hinteren Bereich des Moorhofes angelegten Moorlehrpfad über Flora und Fauna des Moores.

Rechtzeitig zum "Tag des offenen Denkmals" hat der Heimatverein ein neues  Getränk kreiert, der "Augustendorper Moor-Schluck". Die Grundlage für diesen Köm ist Äthylalkohol aus Kartoffeln, dem verschiede Kräuter beigemischt werden. Der Alkoholgehalt beträgt 32%. Die Flasche aus Tonkeramik trägt als Label eine Skizze des Historischen Moorhof. Zur angenehmen Überraschung des "Mundschenks", Fritz Metscher, fand der Moor-Schluck reißenden Absatz. Die Gäste fanden: Er schmeckt sowohl Mann als auch Frau. Na denn "Prost".