Aktuelles / Karnevalsverein

 2020-11-11:   Kein Sessionsauftakt beim AKV wegen Corona

Wenn Uli Rosanowitsch heute Morgen um 11.11 Uhr auf die Uhr blickt, wird ihm schon ein wenig schwer, ums närrische Herz. Wie alle Freunde des Karnevals kann auch der Vizepräsident des Augustendorfer Karnevalsvereins (AKV) an diesem „11.11.“ nicht den Beginn der Karnevalssession feiern. Mehr noch: Fünf Karnevalsvereine beziehungsweise -abteilungen im Nordkreis haben sich bereits im Oktober wegen der ungewissen Entwicklung in Sachen Corona darauf verständigt, alle Veranstaltungen im Februar/März ausfallen zu lassen. „Wir planen jetzt für 2022“, sagt der Rosanowitsch. „Noch lange hin, aber immerhin eine närrische Jahreszahl“, schmunzelt der Karnevalist

Die Vorstände der Karnevalisten in Alfstedt, Augustendorf, Elm, Glinde und Hipstedt seien sich einig gewesen, dass es angesichts der jüngsten Entwicklungen in Sachen Corona nicht möglich sei, für das Frühjahr 2021 Veranstaltungen zu planen, sagte Ulrich Rosanowitsch gestern im Gespräch mit der BZ-Redaktion „Und vor einigen Tagen habe ich erfahren, dass auch die Beverner Karnevalisten genauso entschieden haben.“ Alles andere mache auch keinen Sinn, ist sich Rosanowitsch mit seinen närrischen Freunden in den anderen Vereinen einig. Denn jede Karnevalssession braucht einen gewissen organisatorischen Vorlauf. „Die Tanzgruppen konnten nicht richtig trainieren. Und außerdem ist es ja schwierig, jetzt Büttenredner, Musikkapellen oder Festsäle für das nächste Jahr zu buchen“, beschreibt Rosanowitsch die Hintergründe der Entscheidung. Natürlich sei es nicht einfach, die Narren über so einen langen Zeitraum weiter für das Thema Karneval zu motivieren. „Doch haben wir keine andere Wahl. Wir müssen mit der Corona-Situation leben. „Wir haben schließlich auch eine Verantwortung “, betonte der AKV-Vizepräsident mit Blick auf Mitglieder und Publikum.

 Die viel beschworene Digitalisierung sei nicht wirklich eine Alternative für die Karnevalisten, ist Rosanowitsch überzeugt. Natürlich skype er regelmäßig mit dem Karnevalsverband Niedersachsen. Für die Vorstandsarbeit sei eine digitale Konferenz eine Alternative zu einem Präsenztreffen, nicht jedoch für die närrischen Sitzungen, die von der Atmosphäre im Saal lebten. Eine Büttenrede über Video kann sich der AKV-Vize nur schwerlich vorstellen. „Das ist ja für den Redner schwierig. Er braucht in der Bütt den direkten Kontakt zum Publikum.“ Doch ist Rosanowitsch zuversichtlich, dass bessere Zeiten kommen. Und so ganz will das Urgestein des Augustendorfer Karnevals heute Vormittag dann doch nicht auf närrische Gefühle verzichten. „Vielleicht trinke ich um 11.11 Uhr mit meiner Frau ein Gläschen Sekt. Dann stoßen wir auf die Saison 2022 an“, ist der Vizepräsident des 1961 gegründeten Augustendorfer Karnevals-Vereins optimistisch, dass die große Tradition des AKV und der befreundeten Vereine fortgesetzt werden könne. (BZ)

  

   Uli Rosanowitsch                   Schlüsselübergabe im Rathaus im Jahr 2017   


2020-03-07:  Nur Männer beim FFA auf der Bühne

Rund 300 Frauen haben Sonnabendnacht bestens gelaunt in den Weltfrauentag hineingefeiert. Beim „Feurigen Frauenabend“ im Augustendorfer Gasthof „Zum Huvenhoop“ sind Männer nur im Bühnenprogramm erlaubt. Beim Feiern bleiben die Frauen unter sich. Das gelang auch diesmal ganz ausgezeichnet. 30 Grad im Saal, die Frauen sind schon bester Laune, als der Beverner Sänger Tobias Abel mit seinen Party-Gassenhauern alle in noch bessere Stimmung bringt. Bereits da ertönt der Feurige-Frauenabend-Ruf „Na klar, FFA“, und zwar immer dreimal hintereinander. Moderator Eike Brodtmann braucht gar nicht viel zu tun, um die Frauen weiter bei Laune zu halten. Er holt als Nächstes die Glinder Dreamboys auf die Bühne, die in ihren 80er-Jahre Retrokostümen mehr oder weniger elegant tanzen und beim Queen-Hit „I want it all“ alle zum Mitsingen animieren.

Die Hollner Halbstarken aus dem Nachbarkreis Cuxhaven verfolgen auf der Bühne ein ähnliches Konzept und zeigen bei Michael Jacksons „Thriller“ sogar nackte Oberkörper. Großes Gejohle kommt auf, als einer der jungen Männer gesteht, noch auf der Suche nach seiner großen Liebe zu sein. Intergalaktisch wird es beim Auftritt der Augustendorfer „Beck‘s Bier Boys“. Als Außerirdische verkleidet, wollen sie auch musikalisch „Immer weiter hoch hinaus“. Was einfallsreiche Kostüme angeht, haben die „Playbeckis“ aus Glinde alles richtig gemacht. Besonders mutig ist Danny aus Glinde, der als Britney Spears für Stimmung sorgt. Ein wenig ruhiger wird es mit den „Moorböcken“ aus Hüttenbusch, die für ihre Flamenco- und Lambada-Tänze trotzdem viel Applaus bekommen. Der Michael Jackson-Imitator „Hähnchen“ aus Bevern wird ebenfalls gefeiert. Fast akrobatisch ist der Auftritt der „Alfstedter Dödels“. Als Höhepunkt des Abends betritt „Saskia Caprice“ die Bühne. Der Travestie-Star aus dem Landkreis Osterholz zeigt sich in glitzernden Kostümen und gibt bei Playback-Gesang und Anekdoten alles. Bevor es dann zum großen Finale kommt, dürfen die „Black Mambas“ aus Oese in Augustendorf nicht fehlen. Sie haben dort schon eine große Fangemeinde.

Huvenhoop-Wirtin Sandra Grotheer freut sich bereits jetzt auf den nächsten „FFA“. Die Karten für die Veranstaltung im nächsten März sind bereits verkauft. „Nach zweieinhalb Stunden waren alle weg“, freut sich Grotheer über den Andrang. (BZ)