Aktuelles / Kulturverein

08.02.2020:  Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatvereins

Vorsitzende Corinna Viebrock kündigt Rücktritt an - Fritz Metscher sammelt Presseberichte

In der Rekordzeit von 57 Minuten konnte kürzlich die Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatvereins Augustendorf in der Gaststätte „Zum Huvenhoop“ abgewickelt werden. Der Wermutstropfen: Corinna Viebrock wird nur noch für ein weiteres Jahr dem Verein als Vorsitzende zur Verfügung stehen.

Sichtlich erfreut zeigte sich die Vereinsvorsitzende Corinna Viebrock über die gute Beteiligung der Dorfsleute an der diesjährigen Mitgliederversammlung. In ihrem Jahresbericht ging Viebrock noch einmal auf die wichtigsten Ereignisse des zurückliegenden Jahres ein. Das alljährliche Dorffest hätte angesichts der umfangreichen Vorbereitung eine bessere Resonanz verdient gehabt und soll konzeptionell überarbeitet werden. Die Weihnachtsfeier für die Senioren wiederum erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Sorgen bereitet jedoch die Finanzierung der notwendigen Dachsanierung der alten Dorfschule. Zwar hätten der Landkreis und die Gemeinde Gnarrenburg Zuschüsse in Aussicht gestellt. Den Löwenanteil müsse der Heimatverein jedoch selbst aufbringen. Zum Glück seien die beiden Wohnungen in der Schule – die einzige Einnahmequelle des Vereins – fest vermietet. Die Aktivitäten der Dorfjugend im Jugendhaus „Kloster“ hätten zwar etwas nachgelassen. Alte Traditionen wie das „Pfingstbaumpflanzen- und begießen“ wurden jedoch aufrecht erhalten. Die Teilnahme am regen Vereinsleben in dem kleinen Ort sei für die Dorfgemeinschaft selbstverständlich und für eine gute Dorfgemeinschaft äußerst wichtig. Auch am „Findorff-Jahr“ werde sich der Verein mit einer Aktion beteiligen. Besonders bedankte sich die Vorsitzende bei Reiner Brodtmann, Heinz Schütt und Hartmut Schröder für die Organisation der Dreitagesfahrt nach Weimar, die wieder unter dem Motto stand „Ein Dorf geht aus“. In diesem Jahr will das Dorf mit dem Fahrrad ausfahren.

 Die Regularien der Tagesordnung konnten zügig abgearbeitet werden. An dem Kassenbericht von Hartmut Schröder gab es nichts zu mäkeln, sodass der Vorstand einstimmig entlastet werden konnte. Zur Wahl stand lediglich ein neuer Kassenprüfer. Diese Funktion wird für zwei Jahre Fritz Metscher ausüben. Der Ehrenortsvorsteher bat die Versammlung, alte Zeitungsausschnitte nicht zum Altpapier zu geben, sondern diese bei im abzugeben, da er zurzeit daran arbeite, ein möglichst lückenloses Archiv über Dorfereignisse zu erstellen.

 Getrübt wurde die gute Stimmung im Clubzimmer der Gaststätte durch die Ankündigung der Vorsitzenden Corinna Viebrock, ab nächstes Jahr nicht mehr als Vorsitzende zur Verfügung zu stehen. Viebrock, die auch gleichzeitig Ortsvorsteherin von Augustendorf und berufstätig ist, begründete ihren Schritt mit der Mehrfachbelastung. Nach dem offiziellen Teil der Versammlung ließ Fritz Metscher durch einen heiteren Beamer-Bildvortrag noch einmal Erinnerungen wach werden an die 150-Jahrfeier im Jahre1978, dem bisher größten Fest in der Dorfgeschichte.

Termine:

21.03.2020: Allgemeiner Dorfputz

25.07.2020: Dorffest im „Huvenhoopstadion“

29.11.2020: Weihnachtsfeier für Senioren

            Der Vorstand des Kultur- und Heimatvereins Augustendorf e. V.


01.12.2019:   Senioren feiern Advent in der alten Schule

Zu einer Adventsfeier für die älteren Augustendorfer hatte der Vorstand des Kultur- und Heimatvereins in die altehrwürdige Alte Schule eingeladen. Im weihnachtlich geschmückten Klassenzimmer gab es nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Corinna Viebrock zunächst einmal leckeren Butterkuchen aus dem Steinbackofen und aromatisch duftenden Bohnenkaffee. Danach führten Neele und Janne Viebrock einen lustigen Sketsch auf und ernteten dafür viel Applaus. Die beiden „Deerns“ der Ortsvorsteherin zogen auch die Nummern für das BINGO-Spiel. Laut hallten die „Bingo Rufe“ durch den Raum. Die Senioren hatten viel Spaß und konnten Suppen, Wurst und Schokoladenweihnachtsmänner gewinnen. Kassenführer Hartmut Schröder hatte Laptop und Beamer mitgebracht und zeigte Bilder von der Dorffahrt nach Weimar. Es gab aber auch genügend Zeit für einen Klönschnack unter den Einwohnern. Der schöne Adventsnachmittag fand mit einem gemeinsamen Abendessen einen harmonischen Ausklang.

Ein großes Dankeschön galt den Mitgliedern des Vorstandes und ihren Partnern für die Organisation des Treffens, welches garantiert im nächsten Jahr wiederholt werden wird.


25.-27.10.2019:   Augustendorfer auf Spuren von Goethe und Schiller

Unter dem Motto „Ein Dorf fährt aus“ organisieren die Augustendorfer seit Jahren für Einwohner und Freunde Kurzreisen in ausgesuchte Städte oder Regionen in Deutschland oder die nahe Grenzregion. In diesem Jahr führte die alle zwei Jahre angebotene Tour in die Heimat von Goethe und Schiller: das thüringische Weimar.

Organisiert von Rainer Brodtmann, Hartmut Schröder und Heinz Schütt, hatte die Drei-Tages-Bustour ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Programm zu bieten. Natürlich gab es eine Führung durch die rund 66 000 Einwohner zählende „Stadt der Dichter und Denker“, den Gästen aus Niedersachsen blieb aber auch Zeit, Weimar auf eigene Faust zu erkunden. Eine Besichtigung der nur einen Steinwurf entfernten Gedenkstätte für das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald bot den Reiseteilnehmern am zweiten Tag Einblicke in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.

Erst am Nachmittag, nach Weimar zurückgekehrt, erhellten sich die Mienen wieder bei einem „Spaziertheater mit Goethes Gärtner Ferdinand Herzog“. Zwei Stunden lang erlebten die Augustendorfer eine Führung durch den 48 Hektar großen „Park an der Ilm“. Dabei erfuhren sie von ihrem „Gärtner“ Interessantes sowohl über die Pflanzen als auch über die vielen „Lusthäuschen“, Ruinen oder Denkmäler. Der Park wurde seit seiner Errichtung im 18. Jahrhundert unter Beteiligung von Johann Wolfgang von Goethe kaum verändert und zählt damit zu den besten erhaltenen Parkanlagen des Klassizismus und der Romantik. Der Ilmpark ist Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“, das 1998 von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Nebenbei rezitierte der „Gärtner“ Gedichte von Goethe, oder er spielte mit Puppen Gespräche zwischen Goethe und damaligen Zeitgenossen nach. Die Augustendorfer waren begeistert.

Am dritten Tag führte die Rückfahrt zunächst nach Erfurt. Dort genossen die Gäste aus dem Moor eine Stadtführung, bei der sie viel Wissenswertes über die Geschichte des historischen Stadtkerns und seiner Sehenswürdigkeiten erfuhren. (BZ/bay)